(Es ist das größte Außenlager von Mauthausen der Steiermark und wurde 1945 befreit.)
Dass sich bei der heuer stattfindenden Gedenkfeier die Konfirmanden aus Peggau und Graz-Eggenberg sowie auch einige Firmlinge der Pfarre Deutschfeistritz-Peggau auf dieses Thema eingelassen und die Feier auch großartig mitgestaltet haben, ist wirklich sehr erfreulich.
Nach einer ausführlichen Vorbereitungs-Arbeit mit Hintergrund-Informationen, gemeinsamen Spielen und einer stärkenden Pizza gingen wir zusammen mit interessierten Erwachsenen die Alte Landstraße entlang (nämlich genau den Weg, den die Häftlinge damals täglich zurücklegen mussten).
An einzelnen Stationen entlang des Weges hörten wir einige Augenzeugenberichte und wurden dadurch an das Los der Menschen aus verschiedenen Nationen erinnert (Diese Berichte können im 2. Band der Peggauer Chronik nachgelesen werden).
Bei der Gedenkstätte lasen Konfirmanden und Firmlinge einige dieser Namen – die inzwischen ausgeforscht werden konnten - mit Alter und Herkunftsland vor und legten je eine Rose nieder.
Zwischen Texten von Bonhoeffer, einem Bibelvers und einer wunderbaren Auslegung durch Hrn. Pf. Erlbruch und einem Segenstext von PR Georg Salvenmoser gab es feierliche Klänge von Harfe und Flöte – gespielt von Frau Monika Rex-Rainwald.
Wir danken allen, die sich Jahr für Jahr um diese würdevolle und bewegende Gestaltung aufs Neue bemühen! Ein großer Dank dafür gilt Herrn Pfarrer Johannes Erlbruch und den pastoralen Mitarbeiter.Innen der evang. und kath. Kirche.
Die Firmlinge aus Deutschfeistritz und Peggau trafen sich zum schon traditionellen Jugendkreuzweg am Ölberg (Kirchberg) in Deutschfeistritz. Bei schönem Wetter und guter Vorbereitung der Firm- Begleiter betrachteten wir gemeinsam den Weg Jesu bis zum Kreuz. Die letzte Station in der Kirche galt der Auferweckung Jesu. Wir bekannten das Leiden und Sterben Jesu, aber im Wissen, dass Jesus lebt. Als Abschluss gab es eine kleine Agape, zur der die Eltern Gebäck und Kuchen brachten. Danke für die Vorbereitung und Euer Kommen und Mitgehen.
Am 4. Fastensonntag versammeln sich - trotz früher Stunde - Familien mit ihren Kindern vor der Ölbergkapelle, um den Weg Jesu mitzugehen und nachzufühlen.
Alles ist vom vergangenen Regen reingewaschen, sodass unsere Sinne die vielen verschiedenen GRÜN-Töne, die frische Luft, das Gras, die Blätter und Steine dankbar wahrnehmen können.
Wir machen bei den Stationen Halt und befühlen ein eingerissenes, fleckiges Blatt, einen Dornenzweig, einen weichen oder scharfen Grashalm, einen kalten Stein.
Jede und jeder wird ermutigt, dass Gott uns Menschen genauso „unperfekt“ wie wir sind, liebt. Gerade, wenn es für uns schwer wird, lässt er uns nicht allein.
Wir erfahren, dass auch Jesus auf seinem schweren Weg Hilfe von ein paar lieben Menschen bekam.
Besonders berührt hat, dass SOWOHL DIE GROSSEN ALS AUCH DIE KLEINEN vor der Kreuzigungsgruppe die Stille erleben und als schöne und gute Zeit wahrnehmen konnten.
Am letzten Stück des Weges konnten wir erleben, wie sich die kalten Steine durch unsere Körperwärme schon bald warm anfühlten.
Die Steine bleiben hart (wie das Leid und der Tod). Aber wir dürfen glaubend hoffen, dass wir – wie Jesus - durch den Tod in die Auferstehung gehen dürfen.
JA, GOTTES LIEBE IST WIRKLICH WUNDERBAR! Das Kreuz und der Tod haben nicht das letzte Wort. Jedes Kind konnte abschließend ein gelbes Band ans Holzkreuz binden. Ja, Vorfreude auf Ostern ist spürbar.
Der „handgewärmte“ Stein – konnte nach dem Gottesdienst mit nach Hause genommen werden. Vielleicht hat jemand Freude daran, ihn bunt und österlich zu bemalen?
Wer mag das Bild seines bunten Steines mit uns teilen?
Im Sinn der Ökumene findet auch im Rahmen unserer regelmäßigen Seniorentreffen ein Austauschbesuch der evangelischen Pfarrgemeinde statt.
Am 8.10.2024 folgten unserer Einladung eine kleine Gruppe deren Senioren.
Am 13.2.2025 besuchten unser Team mit einigen Teilnehmern des Senioren-Pfarrkaffee´s das Treffen in der evangelischen Pfarrgemeinde. Dies war ein sehr unterhaltsamer Nachmittag mit Musik und lustigen Geschichten, dem Fasching entsprechend. Diese gegenseitigen Besuche bieten eine gute Möglichkeit zum Gedankenaustausch und wir werden sie 1x jährlich beibehalten.
Wir wünschen noch eine gute Fastenzeit und freuen uns auf die weiteren Treffen des Senioren-Pfarrkaffee´s: jeden 2. Dienstag im Monat um 14 Uhr im Pfarrsaal Deutschfeistritz
Die diesjährige Aktion Familienfasttag der Katholischen Frauenbewegung wird für die „Hüterinnen des Waldes“ in Kolumbien, die gegen die Zerstörung der Regenwälder und für gerechte Lebensbedingungen der indigenen Bevölkerung kämpfen“, durchgeführt.
Wie in den letzten Jahren hat sich der Pfarrgemeinderat Deutschfeistritz-Peggau auch heuer wieder an dieser Aktion beteiligt. Bereits am Freitag wurden die zahlreichen hausgemachten Suppeneinlagen sorgfältig verpackt und mit liebenvollen Beschriftungen versehen. Am Samstag konnten diese Köstlichkeiten und auch „Suppe to go“ gegen eine Spende am Marktplatz erworben werden. Weiters gab es auch am Sonntag nach der Hl. Messe noch die Möglichkeit, Suppeneinlagen mitzunehmen.
Ein großes Dankeschön an die vielen Beteiligten, welche an der Aktion Familienfasttag mitgewirkt haben. Vergelt’s Gott auch für die Spenden in Höhe von € 1.064,--.
Am 1. März besuchten fünf Firmlinge und ihre Begleiter die Justizanstalt Karlau, um mit den Gefängnisseelsorgern Mag. Pater Hannes König und Mag. Josef Riedl über die konkrete Auswirkung von Schuld und Vergebung zu sprechen.
Die Jugendlichen hatten sich bereits im Firmunterricht zusammen mit den Firmbegleitern mit dem Thema auseinandergesetzt und gezielt Fragen vorbereitet.
Nach einer kurzen Einführung erklärte Herr Riedl, wie eine Inhaftierung abläuft und erläuterte die Schritte von der Untersuchungshaft über den Prozess bis hin zur Haft. Wir erfuhren vom Alltag im Gefängnis, von Besuchsregelungen, von der Unterbringung in Zellen sowie von der Arbeit und den Beschäftigungsmöglichkeiten der Insassen. Begriffe „Lebenslang“, „Verleumdung“ und „Einzelhaft“ wurden erklärt. Zudem wurde erläutert, dass Frauen, Männer und Jugendliche getrennt untergebracht sind.
Eine Frage der Firmlinge war, wie ein Seelsorger mit Insassen umgeht, insbesondere wenn sie schwere Verbrechen begangen haben. Pater König antwortete mit dem Spruch: „Ächte die Tat, aber achte den Täter.“ Er betonte, dass man nie einem Monster begegne, sondern immer einem Menschen, egal was er getan habe. Die Würde des Menschen ist das höchste Gut, das uns Gott geschenkt hat.
Pater König erzählte, es gäbe Insassen, die ihre Taten zutiefst bereuen und schwer damit umgehen können. Sie erhielten aber psychologische Hilfe durch gut ausgebildetes Personal.
Ein besonders wichtiger Moment war, als Pater König den Firmlingen folgende Frage stellte: „Wir alle machen Fehler. Was tun wir, wenn wir Fehler begehen?“ Ein Jugendlicher antwortete spontan, dass man sich entschuldigt und um Vergebung bittet. Pater König lobte diese Aussage und meinte, dass das schon ein sehr reifes Verhalten sei.
Doch was macht Gott mit unseren Fehlern? Diese Frage regte zum Nachdenken an und verdeutlichte die Bedeutung von Vergebung und Versöhnung.
Der Besuch half, die Konsequenzen von Schuld besser zu verstehen und die Bedeutung von Vergebung neu zu betrachten. Mit vielen wertvollen Eindrücken und neuen Erkenntnissen verließen wir mit unseren Firmlingen die Justizanstalt – dankbar für diese besondere Erfahrung, dankbar auch für die wertvolle Begegnung mit Pater König und Herrn Josef Riedl.